Wenn ein im Ausland ansässiges Unternehmen Außendienstmitarbeiter in Österreich beschäftigt, stellt sich die Frage, ob dadurch eine Betriebsstätte begründet wird. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Tätigkeit eines Mitarbeiters im „Home-Office“ bereits eine inländische Betriebsstätte für den Arbeitgeber begründen und damit der Ertragsbesteuerung in Österreich unterliegen.
Leasingverträge wie auch andere Dienstleistungsverträge werden in der Regel über eine längere Laufzeit abgeschlossen oder sehen eine Mindestlaufzeit vor. Immer wieder kommt es vor, dass Kunden den Vertrag vorzeitig beenden möchten oder die Verträge aufgrund eines vom Kunden zu vertretenden Grundes – insbesondere bei Zahlungsverzug – vom Unternehmen vorzeitig beendet werden. Häufig ist dann im Vertrag geregelt, dass der Kunde die noch ausstehenden restlichen Leasingraten bzw. Leistungsentgelte für die gesamte Laufzeit oder die Mindestlaufzeit zu entrichten hat, obwohl er keine weiteren Leistungen aus dem Vertrag bezieht. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat sich in zwei Fällen mit der Frage beschäftigt, wie solche Zahlungen des Kunden umsatzsteuerlich zu behandeln sind.
Bisher konnte auf europäischer Ebene noch keine Einigung über ein Austrittsabkommen zwischen den Mitgliedsstaaten der EU und dem Vereinigten Königreich erzielt werden. Da die Politiker der britischen Parlamentsparteien auf ihren Standpunkten beharren und keinen Konsens finden, ist die Wahrscheinlichkeit für einen ungeordneten „Hard-Brexit“ am 31. Oktober sehr hoch.
Was doch noch von der Steuerreform geblieben ist: Steuerreformgesetz 2020 (StRefG 2020), Abgabenänderungsgesetz 2020 (AbgÄG 2020), Das Finanz-Organisationsreformgesetz. Highlights des Einkommensteuerrichtlinien-Wartungserlasses Änderungen durch das EU-Finanz-Anpassungsgesetz 2019 (EU-FinAnpG) Das Aktienrechts-Änderungsgesetz 2019 Termine Ende September 2019
Die EU möchte steuermindernden Praktiken internationaler Konzerne einen Riegel vorschieben. Ein Instrument gegen „potenziell aggressive grenzüberschreitende Steuermodelle“ soll die Meldepflicht sein. Auf nationaler Ebene wurde deshalb das EU-Meldepflichtgesetz (EU-MPfG) geschaffen. Damit wird eine der Vorgaben der 6. EU-Amtshilferichtlinie („DAC 6“) in österreichisches Recht umgesetzt. Die Auswirkungen für die Praxis sind bedeutend.
Das Informationsschreiben vom 17. April 2019 des Bundesministeriums für Finanzen setzt sich mit der Frage der steuerlichen Behandlung von durch Körperschaften für Anteilsinhaber für private Wohnzwecke angeschaffte bzw. hergestellte Immobilien auseinander. Die dargestellten ertrag- und umsatzsteuerlichen Grundsätze gelten auch für die Überlassung von Immobilien durch eine Privatstiftung an ihre Begünstigten.
Seit 1.1.2019 ist in Österreich ein neues Regime für den sogenannten Methodenwechsel (Wechsel von der Steuerbefreiung von Gewinnanteilen [Dividenden und Capital Gains] aus internationalen Schachtel- [Beteiligungsausmaß von mindestens 10 %] und Portfoliobeteiligungen [Beteiligungsausmaß zwischen 5% und 9,99%] zur Steuerpflicht und Anrechnung der ausländischen Körperschaftsteuer) anwendbar. Die Regelungen finden sich in § 10a Körperschaftsteuergesetz (KStG), wo auch erstmalig eine Hinzurechnungsbesteuerung (CFC-Besteuerung; Controlled Foreign Company) geregelt ist, sowie in der dazu ergangenen Verordnung (Verordnung Passiveinkünfte niedrigbesteuerter Körperschaften).
Die Sanktionsfreiheit für Anmeldungen läuft per 1. Juni 2019 aus. Hier lesen Sie, wie Sie Beitrags- und Säumniszuschläge vermeiden. Mit der Einführung der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) ereilte Dienstgeber, Personalverrechner und Steuerberater eine umfassende Reformierung des Meldesystems. Seit 1. Jänner 2019 werden drei unterschiedliche Meldebereiche, nämlich die Wartung der Versicherungszeiten, die Beitragsabrechnung und die nachgelagerte Beitragsgrundlagenmeldung zusammengefasst.
Bei einer Entsendung üben Arbeitnehmer ihre Tätigkeit vorübergehend in einem anderen Mitgliedstaat aus. Wenn Mitarbeiter von ihrem Dienstgeber geschäftlich ins Ausland entsendet werden, können neben den Sozialversicherungsbeiträgen in Österreich unter Umständen auch Versicherungsbeiträge im Ausland fällig werden. Um dies zu verhindern, benötigen die entsendeten Arbeitnehmer das sogenannte A1-Formular als Nachweis. Mit ihm können sie in einem EU/EWR-Staat belegen, welches Sozialversicherungssystem für sie zuständig ist.
In Österreich sind Dienstnehmer und Dienstgeber mit hohen Abgabenquoten konfrontiert. Ein Steuersatz von bis zu 55% führt dazu, dass Dienstnehmern von jedem Euro Bruttogehaltserhöhung lediglich etwa die Hälfte netto übrigbleibt.
Umsatzsteuer bei Reiseleistungen: EU-Kommission klagt Österreich wegen Umsetzung der Margenbesteuerung Die Margenbesteuerung ist eine umsatzsteuerrechtliche Sonderregelung für Reiseveranstalter. Sie regelt die Besteuerung von Reiseleistungen, insofern diese in Form von Besorgungsleistungen an Reisende erbracht werden. Nach Meinung der Europäischen Kommission wendet Österreich die Margenbesteuerung aber nicht rechtskonform an
Ende April präsentierte der ehemalige Finanzminister Löger die Eckpunkte der Steuerreform, ein erster Ministerialentwurf ist in Begutachtung. Was sich für Unternehmer ändert – sollten die vorgezogenen Neuwahlen im Herbst das Reformanliegen nicht zu Fall bringen.
Österreich nimmt nationale Gesetzesbestimmungen zurück, die über die EU-Mindestvorgaben hinausgehen (sog. „Gold Plating“). Ein erster Schritt in diese Richtung ist das Anti-Gold-Plating-Gesetz.
Steuerreform 2019: Was passiert mit der Steuerreform „Entlastung Österreich“? Die ÖVP-FPÖ-Regierung ist nach der „Ibiza-Affäre“ Geschichte. Nun ist unklar, wie es mit der angekündigten Steuerreform weitergeht.
Durch die gesetzliche Verankerung der Möglichkeit einer laufenden Abstimmung zwischen Finanzverwaltung und Unternehmen wurde ein regelrechter Paradigmenwechsel im Bereich der Betriebsprüfungen eingeläutet
Entwurf zum Digitalsteuergesetz (DiStG) veröffentlicht