Soforthilfe für Unternehmen

Corona-Krise: Finanzielle Unterstützung für Unternehmen

Damit Sie in der aktuellen Ausnahmesituation den Überblick bewahren, haben wir hier die aktuellsten Neuerungen für Sie zusammengestellt. Neuerungen in der Gesetzgebung gibt es insbesondere im Zusammenhang mit Überbrückungsfinanzierungen aus dem sogenannten Corona-Krisenfonds, Direktauszahlungen als Erste-Hilfe-Maßnahme für EPU, Kleinstunternehmer, neue Selbständige, Freiberufler & freie Dienstnehmer sowie hinsichtlich Miet- und Pachtzahlungen. Es geht ein klares Signal der Unterstützung an Unternehmen aller Größen und Branchen.

 

Übersicht

 

NEU: Soforthilfefonds - Direktauszahlungen

Direktauszahlungen als Erste-Hilfe-Maßnahme - Härtefonds für EPU, Kleinstunternehmer, neue Selbständige, Freiberufler & freie Dienstnehmer

Die Bundesregierung hat mit direkten Zuschüssen aus dem Härtefonds eine weitere Maßnahme zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch COVID-19 umgesetzt. Ab 27. März 2020, nachmittags, können online über die Homepage der WKO die Anträge zur Förderung für EPU und KMU gestellt werden.

Wer wird unterstützt?

  • Ein-Personen-Unternehmen
  • KMU mit weniger als 10 Vollzeit-Äquivalenten Dienstnehmern und max. € 2 Mio. Umsatz oder Bilanzsumme
  • freie Selbständige wie z.B. Künstler, aber auch Mitglieder von freiberuflichen Kammern wie Ärzte, Rechtsanwälte, Ziviltechniker, etc.

 

Wie hoch ist die Förderung?

Vorerst bis zu € 1.000,- pro Unternehmen in der kommenden Woche.

Förderungswerber, die über einen Steuerbescheid zumindest für das Steuerjahr 2017 oder jünger, verfügen, erhalten

  • bei einem Nettoeinkommen von weniger als EUR 6.000,-- p.a. einen Zuschuss von EUR 500,--
  • bei einem Nettoeinkommen ab EUR 6.000,-- p.a. einen Zuschuss von EUR 1.000,-- 
  • Förderungswerber, die die Förderungsvoraussetzungen dieser Richtlinie erfüllen und über keinen Steuerbescheid verfügen, erhalten einen Zuschuss von EUR 500,--.

Folgend bis zu € 2.000,- pro Unternehmen, pro Monat für maximal 3 Monate – zu dieser Förderung werden die Richtlinien und Fördermaßstäbe erst veröffentlicht.

 

Was sind die wesentlichen Voraussetzungen für die Förderung?

  • Erfolgte Unternehmensgründung bis zum 31.12.2019.
  •  Sitz oder Betriebsstätte in Österreich
  •  Von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19 betroffen. Das bedeutet nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken ODER von einem behördlich angeordneten Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 betroffen ODER einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% zum Vergleichsmonat des Vorjahres.
  • Im letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahr darf das Einkommen vor Steuern und Sozialversicherungsabgaben maximal 80% der jährlichen sozialversicherungsrechtlichen Höchstbeitragsgrundlage betragen (EURO 60.144,-). Förderungswerber, die über keinen Einkommensteuerbescheid verfügen, haben ihre Einkünfte auf Jahresbasis selbst zu schätzen.
  • Pflichtversicherung in der Krankenversicherung nach dem GSVG/FSVG/ASVG. Einkünfte aus selbstständiger Arbeit und/oder Gewerbebetrieb von zumindest EUR 5.527,92 p.a. (Geringfügigkeitsgrenze).
  • Keine Mehrfachversicherung in der Kranken- und/oder Pensionsversicherung.
  • Keinen Anspruch auf Leistungen aus privaten bzw. beruflichen Versicherungen zur Abdeckung von COVID-19 Auswirkungen.

Für weiterführende Informationen sowie zur Unterstützung bei der Antragstellung steht Ihnen Christoph Schmidl gerne zur Verfügung. Weitere Updates und Informationen folgen.

 

 

NEU: Überbrückungsfinanzierungen oder Garantien

Mit dem am 15.3. 2020 beschlossenen COVID-19 Gesetz sowie dem am 21.3. 2020 veröffentlichten 2. COVID-19 Gesetz stehen nun zur Bewältigung der Corona-Krise € 38 Mrd zur Verfügung. Davon entfallen € 15 Mrd auf Überbrückungsfinanzierungen aus dem sogenannten Corona-Krisenfonds und stehen weiter € 9 Mrd als Garantien für Überbrückungsfinanzierungen zur Verfügung. Bis dato (Stand 26.3.2020) wurden nur Eckdaten bekannt gegeben, Details dazu sind weiterhin offen und werden wir sobald sie bekannt sind hier ergänzen. Dennoch geben die bis dato bekannten Eckdaten ein klares Signal der Unterstützung an Unternehmen aller Größen und Branchen. Bis dato waren Garantien iZm Überbrückungsfinanzierungen nur für KMUs zugänglich und waren auch einzelne Branchen (wie zb Realitätenwesen) davon ausgenommen.

 

Überbrückungsfinanzierungen aus dem „Corona-Krisenfonds“ (€ 15 Mrd)

  • Finanzierungsvolumen: Wegfallender Quartalsumsatz, max € 120 Mio
  • Nicht rückzahlbarer Teil: Ein Teilbetrag der Finanzierung im Ausmaß von 75% der nicht weggefallenen Betriebskosten der Monate März-Mai 2020 können auf Nachweis im Folgejahr in einen nicht rückzahlbaren Zuschuss gewandelt werden
  • Verzinsung: niedrigverzinst
  • Laufzeit: 5 Jahr – auf 10 Jahre verlängerbar
  • Zielgruppe: direkt betroffene Branchen wie Tourismus, Gastronomie und Handel (durch Betretungs-/Versammlungsverbote oder Reisebeschränkungen), keine Einschränkung in Abhängigkeit der Unternehmensgröße
  • Abwicklung: Antrag voraussichtlich über Hausbank, Details noch offen
  • Ab wann möglich: noch offen
  • Sonstiges: Auf das Erfordernis des Haltens der Mitarbeiter in Form von Kurzarbeit wurde hingewiesen

 

Garantien (€ 9 Mrd)

  • Konditionen: bis zu welcher Höhe Überbrückungsfinanzierungen garantiert werden und wie die Finanzierungskonditionen ausgestaltet sein müssen, dass eine Garantieübernahme möglich ist wurde noch nicht bekannt gegeben. Auch nicht für welche Laufzeit eine Garantie zur gewährt wird und ob auf Garantieentgelte verzichtet wird. Wir gehen davon aus, dass Volumen und Konditionen mit den Regelungen für die Überbrückungsfinanzierungen aus dem Corona-Krisenfonds in Einklang gebracht werden.
  • Zielgruppe: alle Branchen sofern eine mittelbare Verursachung zu COVID-19 vorliegt, keine Einschränkungen bezüglich der Unternehmensgröße
  • Abwicklung: Antrag voraussichtlich über Hausbank, Details noch offen
  • Ab wann möglich: noch offen

Es wird plausibel darzustellen sein, dass die Überbrückungsfinanzierung – gemeinsam mit sonstigen Maßnahmen wie Kurzarbeit – ausreicht den Liquiditätsengpass zu überbrücken. Anhand einer Planungsrechnung (unter Berücksichtigung der geänderten Marktsituation)     wird plausibel darzustellen sein, dass eine nachhaltige Aufrechterhaltung des Geschäfts/der Liquidität gegeben ist und auch eine Bedienung der Überbrückungsfinanzierung möglich sein wird. Das heißt, dass eine zumindest vereinfachte Planung einschließlich Liquiditätsplanung für 2020 und zumindest auch für 2021 vorgelegt werden muss und deren Plausibilität bestätigt werden muss.

 

Garantien über AWS und ÖHT

Neben den im COVID 19-Gesetz geregelten Überbrückungsfinanzierungen und Garantien bestehen ferner Möglichkeiten der Garantien für KMUs über die AWS und die ÖHT. Die Förderrichtlinien wurden in Reaktion auf Corona zunächst um gesonderte Anwendungsbestimmungen zu COVID 19 ergänzt. Zwischenzeitig wurden die zur Verfügung stehenden Mittel deutlich aufgestockt, hinsichtlich der berechtigten Branchen ausgeweitet und auch die Formalerfordernisse für die Inanspruchnahme der Garantien vereinfacht. Unter anderem wurden die KMU-Förderbedingungen der AWS wie folgt verbessert:

  • Verzicht auf die Verrechnung von Bearbeitungs- und Garantieentgelten
  • Keine Planungsrechnungen oder Businesspläne (Vorsicht: die finanzierende Bank wird nur in seltenen Fällen von einer Vorschaurechnung absehen)
  • Keine Erfordernis von Kreditsicherheiten
  • Freiberufliche Tätigkeiten sind ab sofort garantiefähig
  • Garantien sind auch für die Stundung von bestehenden Kreditlinien verwendbar
  • Schnellverfahren für Garantievolumen bis € 100.000,--

Details zu den AWS-Garantien finden sie unter: https://www.aws.at/aws-garantie/ueberbrueckungsgarantie/

Details zu den Garantien für Überbrückungsfinanzeirungen bei der der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) finden Sie unter:

Sonstige Möglichkeiten

Auch in den jeweiligen Bundesländern gibt es gesonderte Fördermöglichkeiten.

Neben diesen Unterstützungen der öffentlichen Hand, werden auch private Kapitalgeber (Eigen- und Fremdkapital sowie Mezzaninkapital) ihre Unterstützung anbieten.

Gerne unterstützt Sie Ihr/e BetreuerIn oder Gerda Leimer bei der Antragstellung und bei der Abklärung der weiteren Schritte!

 

Stundungen

I. Stundung oder Ratenvereinbarung für Sozialversicherungsbeiträge

Sowohl für Beiträge von Selbständigen und Gewerbetreibenden an die SVS als auch für die Zahlung von Beiträgen von Arbeitgebern an die ÖGK werden die folgenden Möglichkeiten eingeräumt werden:

  • Stundung
  • Ratenzahlung
  • Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage bei der SVS
  • Gänzliche bzw. teilweise Nachsicht der Verzugszinsen

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die gesetzliche Fälligkeit der Beiträge bestehen bleibt.

Die ÖGK unterstützt die Betriebe mit Zahlungserleichterungen:
Die aktuellen gesetzlichen Maßnahmen auf einen Blick (Nationalratsbeschluss vom 20.03.2020)

Stundungen für die Beitragszeiträume Februar, März und April 2020:

Für Betriebe, die von der „Schließungsverordnung“ oder einem Betretungsverbot nach dem Epidemiegesetz betroffen sind, erfolgt eine automatische Stundung der Beiträge. Sonstige Betriebe mit coronabedingten Liquiditätsproblemen können bei der ÖGK um Stundung ansuchen. Der formlose Antrag hat die coronabedingten Probleme zu beinhalten und ist an die jeweilige regionale Servicestelle zu richten. Für die Dauer der Stundung fallen keine Verzugszinsen an.

Aussetzen der Einbringungsmaßnahmen in den Monaten März, April und Mai 2020:

  • In diesen Monaten erfolgen generell keine Einbringungsmaßnahmen wie Exekutionsanträge etc.
  • Es werden keine Insolvenzanträge gestellt.
  • Für coronabedingte verspätete Beitragsgrundlagenmeldungen werden keine Säumniszuschläge vorgeschrieben.
  • Lastschrifteneinzüge müssen per Email oder telefonisch bei der ÖGK widerrufen werden – gerne unterstützen wir Sie dabei und nehmen den vorübergehenden Widerruf vor!
  • Bereits durchgeführte Abbuchungen können nicht mehr rücküberwiesen werden!

Die ÖGK arbeitet mit Hochdruck daran die Antragseinbringung und Abrechnung möglichst unbürokratisch zu gestalten und wird dann umgehend darüber informieren. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass für die Unternehmen nichts verloren geht, wenn die entsprechenden Anträge nicht umgehend eingebracht werden.

ACHTUNG:

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Grundregeln der Lohnverrechnung aufrecht bleiben. Die gesetzliche Fälligkeit der Beiträge bleibt bestehen. Die Anmeldungen zur Pflichtversicherung sind weiterhin fristgerecht vor Arbeitsantritt durchzuführen. Die monatlichen Beitragsgrundlagenmeldungen sind weiterhin zu den üblichen Terminen an die ÖGK zu senden. Wir ersuchen die Betriebe, auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten ihre bisherige hervorragende Melde- und Zahlungsmoral so weit als möglich aufrecht zu halten und damit weiterhin das Funktionieren des Sozialstaates zu ermöglichen.

https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.857778&portal=oegkportal&viewmode=content

ÖGK

Gerne unterstützt Sie Ihr/e BetreuerIn bei der Antragstellung und bei der Abklärung der weiteren Schritte!

 

Finanzamt

Zahlungserleichterungen - die Zahlung einer Abgabe kann hinausgeschoben (Stundung) oder eine Ratenzahlung vereinbart werden – das umfasst auch die Lohnsteuer und alle Lohnabgaben. Bitte wenden Sie sich an Ihren Betreuer, um die Zahlungserleichterungen zu beantragen.

 

II. Herabsetzung der Vorauszahlungen für Einkommen- und Körperschaftsteuer

Das BMF hat für alle Steuerpflichtigen die Möglichkeit vorgesehen, die Vorauszahlungen für Einkommen- oder Körperschaftsteuer für das Jahr 2020 mit € 0,00 festzusetzen. Die Betroffenheit vom SARS-CoV-2-Virus ausgelösten Notstandes ist im Antrag glaubhaft zu machen.

Sollte für das Jahr 2020 mit einer Steuerzahlung zu rechnen sein, kann der Steuerpflichtige aufgrund von Liquiditätsengpässen die Reduktion der Vorauszahlungen bis zu € 0,00 beantragen.

Kommt es im Rahmen der Veranlagung für das Jahr 2020 zu einer Steuernachzahlung aufgrund der Herabsetzung wird die Finanzverwaltung von der Festsetzung von Nachforderungszinsen absehen.

Die Anträge sind seitens des Finanzamts sofort zu erledigen. Gerne bringen wir den entsprechenden Antrag für Sie ein – Ihr Betreuer wird sich diesbezüglich bei Ihnen melden!

Gerne unterstützt Sie Ihr/e BetreuerIn bei der Antragstellung und bei der Abklärung der weiteren Schritte!

 

III. Stundung von Steuerzahlungen bzw. Ratenvereinbarung mit Antrag auf Freistellung von Stundungszinsen und Säumniszuschlägen

Neben der Möglichkeit der Herabsetzung von Vorauszahlungen besteht für Steuerpflichtige die Möglichkeit, eine Stundung für Abgabenzahlungen bzw eine Ratenvereinbarung zu beantragen. Die Betroffenheit vom SARS-CoV-2-Virus ausgelösten Notstandes ist im Antrag glaubhaft zu machen.

Diese Möglichkeit besteht insbesondere für Umsatzsteuerzahlungen und Lohnabgaben. Mit dem Antrag kann gleichzeitig die Nichtfestsetzung von Zinsen und Säumniszuschlägen beantragt werden.

Auch diese Anträge sind seitens der Finanzverwaltung umgehend zu erledigen.

Gerne unterstützt Sie Ihr/e BetreuerIn bei der Antragstellung und bei der Abklärung der weiteren Schritte!

 

Kurzarbeit

Neues zum Ablauf und Mustervereinbarungen zur Kurzarbeit finden Sie hier

Neben der bisher schon möglichen Variante der Kurzarbeit mit einer 6-wöchigen Antragsfrist gibt es ab Montag eine wesentlich verkürzte und ausgeweitete Variante:

Innerhalb von 48 Stunden kann für Unternehmen aller Branchen und aller Größenklassen ein Antrag auf Kurzarbeit beim zuständigen Arbeitsmarktservice AMS gestellt werden. Der Ablauf ist folgendermaßen:

  • Kontaktaufnahme mit der zuständigen Stelle des AMS (telefonisch oder via eAMS-Konto oder per E-mail)
  • Sozialpartnervereinbarung
  • Antrag beim AMS

Sie müssen als Arbeitgeber mit dem Betriebsrat bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat mit den einzelnen ArbeitnehmerInnen die Dauer und das Ausmaß der Kurzarbeit (also: wie viele Stunden wöchentlich reduziert werden) vereinbaren. Die Vereinbarung ist vorerst für maximal 3 Monate möglich, Verlängerungen werden möglich sein.

Die Vereinbarung ist dann bei den Interessenvertretungen (Wirtschaftskammer und Gewerkschaft) zur Unterschrift vorzulegen - diese erfolgt binnen 48 Stunden. Ab diesem Zeitpunkt ist die Beantragung der Kurzarbeitsbeihilfe beim zuständigen Arbeitsmarktservice möglich. 

Bitte beachten Sie aber, dass es vor der Zustimmung der Sozialpartner notwendig ist, Zeitguthaben und Urlaube aus Vorjahren abzubauen. Während dieser Zeiten ist das Entgelt weiterhin vom Arbeitgeber auf Basis vor Kurzarbeit zu leisten.

Die Kurzarbeit kann erstmals auf bis zu 100% ausgedehnt werden. Über den gesamten Kurzarbeitszeitraum muss die Arbeitsleistung aber bei mindestens 10% liegen. Für eine allfällige, weiterhin im Betrieb erbrachte Arbeitsleistung bekommen ArbeitnehmerInnen natürlich weiterhin Ihr (aliquotiertes) Entgelt vom Arbeitgeber ausbezahlt.

Für die ausgefallenen bzw. reduzierten Arbeitsstunden erhalten ArbeitnehmerInnen hingegen ein Kurzarbeitsentgelt zum Ersatz des bisherigen Gehalts für die gekürzte Arbeitszeit. 

Diese Nettoersatzrate ist je nach bisheriger Einkommenshöhe gestaffelt:

  • 80% Nettoersatzrate wenn das Entgelt vor der Kurzarbeit über € 2.685,00 brutto liegt
  • 85% bei Entgelt zwischen € 1.700,00 und € 2.685,00 brutto
  • 90% bei einem monatlichen Entgelt bis € 1.700,00 brutto 

Die Mehrkosten trägt das AMS, nicht der Arbeitgeber! Der Arbeitgeber hat Anspruch auf Ersatz der Aufwendungen durch das AMS bis zur Höchstbeitragsgrundlage.

Der Vorteil ist, dass das Dienstverhältnis aufrecht bleibt und der Dienstnehmer vom Nettoverdienst her annähernd gleichgestellt wird. Die Sozialversicherungsbeiträge sind auf Basis des Entgelts vor Kurzarbeit zu entrichten! In den Pauschalsätzen des AMS sind auch die anteiligen Sozialversicherungsbeiträge enthalten. Im neuen Kurzarbeitsmodell werden nach den derzeitigen Informationen vom AMS auch diese erhöhten Beiträge ab dem vierten Monat vom AMS übernommen.

Nach Ende der Kurzarbeit kann das Dienstverhältnis wie vor Eintritt der Kurzarbeit fortgesetzt werden. Der Arbeitgeber ist zudem verpflichtet, während Kurzarbeit und bis zu einem Monat nach Ende der Kurzarbeit den Beschäftigtenstand aufrechtzuerhalten. Bei besonderen Verhältnissen ist über den Entfall der Behaltefrist zu verhandeln.

Gerne unterstützen Sie Martin Schmidt oder Christoph Schmidl ab sofort bei der Antragstellung!



 

Cash-Management

Auch wenn niemand die Dauer und Intensität der Krise vorhersagen kann, ist eine Abschätzung der finanziellen Situation unverzichtbar. Mögliche Szenarien der Geschäftsentwicklungen müssen aufgezeigt und der Liquiditätsbedarf ermittelt werden. Hier ist ein Zusammenwirken der verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen wie Kurzarbeit und Überbrückungsfinanzierungen abzubilden, um Unterstützungsmaßnahmen richtig und zeitgerecht zu beantragen. Nur ein gut dokumentierte Finanzierungs- / Garantieantrag wird auch positiv beurteilt werden und somit für das Unternehmen hilfreich sein. Neben der öffentlichen Hand wird man sicher auch private Kapitalgeber (Fremd- und Eigenkapital, Mezzaninkapital) ansprechen können. Sprechen Sie mit uns.

Gerne unterstützt Sie Ihr/e BetreuerIn oder Gerda Leimer bei der Antragstellung und bei der Abklärung der weiteren Schritte!

 

NEU: Miet- und Pachtzahlungen

Mieten und Pachtzahlungen können u.U. bei Betriebseinschränkungen oder -schließungen wegen COVID-19- Maßnahmen reduziert werden. Wir empfehlen, im Zweifel jedenfalls die Miete nur unter Vorbehalt zu zahlen. Im Detail muss jeder Einzelfall geprüft werden

Für weiterführende Informationen sowie zur Abklärung weiterer Schritte steht Ihnen Martin Wagner gerne zur Verfügung. Weitere Updates und Informationen folgen.

 

Freistellung von Mitarbeitern

Es besteht die Möglichkeit, mit allen Dienstnehmern, die Betreuungspflichten für Kinder bis 14 Jahre haben, für die 3 Wochen bis zum Beginn der Osterferien am 3. April 2020 eine Sonderbetreuungszeit zu vereinbaren. Dafür übernimmt der Staat ein Drittel der Kosten. Die Entscheidung ob Sonderbetreuungszeit angeboten werden kann, trifft der Arbeitgeber.  Der Anspruch auf Vergütung ist mit der monatlichen ASVG-Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt und binnen 6 Wochen ab dem Tag der Aufhebung der behördlichen Maßnahmen beim zuständigen Finanzamt geltend zu machen.

Gerne unterstützt Sie Christoph Schmidl bei personellen Fragestellungen sowie Fragen der Lohnverrechung.

 

 

Interdisziplinäres Krisenmanagement

Für Organisationen jeder Größe bietet Grant Thornton Austria ein umfassendes Herangehen für erfolgreiches Krisenmanagement. Das Crisis Response Team von Grant Thornton Austria bündelt die Erfahrung vier renommierter Expertinnen und Experten für folgende Aufgaben:

  • Crisis Management & Sicherheit
  • Liquidität & Unternehmensplanung
  • Streitigkeiten & Strategie
  • Finanzierung & Struktur

Detaillierte Informationen zu den Krisenmanagement-Leistungen finden Sie hier.

 

 

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Reden Sie mit uns. Wir stehen jederzeit gerne – auch in dieser Krisensituation – für Sie zur Verfügung. In den nächsten Tagen halten wir Sie regelmäßig auf dem aktuellen Stand der vorgenannten Maßnahmen der Regierung. Unsere Experten aus dem Transaktion- und Sanierungs-Teams stehen Ihnen auch gerne für Liquiditätsplanungen und für Gespräche mit Banken und anderen Finanzierungspartnern zur Verfügung.

Ihr/e BeraterIn und Gerda Leimer (T(direct) +43 1 5054313 3128,  gerda.leimer@at.gt.com und Werner Leiter (T(direct) +43 1 5054313 3114, werner.leiter@at.gt.com als Mitglieder der Task Force Covid19, helfen Ihnen bei den angeführten Themen bzw vermitteln Sie zu unseren Spezialisten.

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