Unsere vergangenen Veranstaltungen & Webinare

Fluss und Bäume

Webinar Policy Update 2026: ESG-Risiken & Regulatorik 

Welche ESG-Anforderungen gelten ab 2026 und was müssen Unternehmen jetzt konkret tun? Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten regulatorischen Entwicklungen und zentralen Erkenntnisse.

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Falls Sie es zeitlich nicht einrichten konnten, kontaktieren Sie uns gerne und wir teilen die Unterlagen des Webinars mit Ihnen. 

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Austrian Sustainability Summit 

Beim Summit standen regulatorische Anforderungen, Dekarbonisierungsstrategien, erneuerbare Energien, Circular Economy und neue Geschäftsmodelle im Mittelpunkt. Nachhaltigkeit entwickelt sich immer stärker vom reinen Compliance‑Thema hin zum Business Case.

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Überblick über wichtige Entwicklungen in Politik und Wirtschaft

Fluss und Bäume

Aufgrund der hohen Dynamik, Schlagzahl und Komplexität ist es derzeit für Verantwortliche nahezu unmöglich, im Themenfeld ESG den Überblick zu behalten. Wir haben deshalb für Sie die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen zwei Monate kompakt zusammengefasst. 


ESG-Management und Reporting 

Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) in Bundesgesetzblatt veröffentlicht 

Das am 21.01.2026 im Nationalrat beschlossene NaBeG (Link) trat am 19.02.2026 in Kraft. Die erstmalige Anwendung der Berichtspflichten nach dem NaBeG betrifft Unternehmen mit Abschlussstichtagen nach der Kundmachung des Gesetzes im Bundesgesetzblatt. Für Herbst wird bereits eine Novelle des NaBeG erwartet, da die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in der Form der Omnibus-Richtlinie durch das NaBeG nur teilweise umgesetzt wurde. (Link, 18.02.2026) 

Vergaberechtsänderungsgesetz 2026 verankert Nachhaltigkeit als Grundsatz 

Öffentliche Beschaffung in Österreich soll durch ökologische Kriterien sowie neue Pflichten und Ausschlusstatbestände bei fehlender „Green Compliance“ nachhaltiger werden. Das Vergaberechtsgesetz 2026 wurde im Nationalrat Ende 2025 beschlossen und am 27. Februar 2026 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. (Link [PDF: 18.9 MB], 02/2026) 

EU-Aufsichtsbehörden unterstützen vereinfachte ESRS mit gewissen Einschränkungen 

Die europäischen Aufsichtsbehörden ESMA, EIOPA und EBA unterstützen geschlossen die Vereinfachung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) in ihren Stellungnahmen. Zugleich warnen alle drei Institutionen, dass die Erleichterungsbestimmungen im aktuellen Entwurf zu weit gehen. Sie sehen dadurch die Verfügbarkeit entscheidungsrelevanter Nachhaltigkeitsdaten gefährden, was den Investorenschutz, das Risikomanagement und die Finanzstabilität schwächen könnte. (Link, 18.02.2026), (Link, 16.02.2026) (Link  [PDF: 365 KB], 17.02.2026)

Sind Ihre Nachhaltigkeitsdaten prüfsicher erhoben und strategisch nutzbar?

Fehlende oder uneinheitliche Nachhaltigkeitsdaten erhöhen das Risiko von Beanstandungen durch Prüfer:innen sowie Behörden und bedeuten zeit‑ und kostenintensive Prozesse. Wir helfen Unternehmen, mit modernen Softwarelösungen Prüfsicherheit und Effizienz zu erreichen. Unsere Digitalisierungsexpert:innen erklären Ihnen gerne wie. 

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Green Finance

Überarbeitung der technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie gestartet 

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation mit dem Ziel gestartet, die Anwendbarkeit und Akzeptanz der Taxonomie zu erhöhen, den Zugang zu grüner Finanzierung zu erleichtern und durch klarere Kriterien und Offenlegungsvorgaben die Markttransparenz zu verbessern. Die Konsultationsperiode endet am 14. April 2026. (Link, 17.03.2026) 

EZB verhängt weitere Strafen wegen unzureichender Klimarisiko-Bewertung 

Nach verhängter Strafzahlung für unzureichende Klimarisiko-Bewertung gegen eine spanische Bank (Link) muss nun ebenfalls die französische Großbank Crédit Agricole EUR 7,6 Millionen Strafe zahlen. Dieses Bußgeld besteht aus einer periodischen Strafzahlung, welche bis zu 6 Monate andauern und bis zu fünf Prozent des durchschnittlichen Tagesertrags der Bank erreichen kann. (Link, 15.02.2026) 


Klimawandel und Energie 

Klimabeirat der EU warnt vor unzureichender Anpassung an den Klimawandel 

Ein aktueller Bericht macht deutlich, dass Europa bereits erhebliche Schäden durch Extremwetter erleidet und sich deutlich besser auf eine Erwärmung von bis zu drei Grad vorbereiten muss. Fachleute betonen, dass wirksame Anpassungsmaßnahmen grundsätzlich umsetzbar sind, jedoch frühzeitige Planung, bessere Vorsorgesysteme und höhere Investitionen in Resilienz erfordern. (Link, 17.02.2026) 

MSCI-Studien befinden Klimarisiken für wirtschaftlich unterschätzt 

Zwei aktuelle MSCI‑Studien zeigen, dass physische Klimarisiken für Investor:innen deutlich unterschätzt werden. Neben direkten Schäden an Vermögenswerten verstärken makroökonomische Effekte wie Lieferkettenstörungen, Produktivitätsverluste und steigende Kapitalkosten die finanziellen Auswirkungen. (Link, 09.02.2026) Gleichzeitig sehen sich Versicherer zwar individuell gut aufgestellt, zweifeln jedoch an der Branchenbereitschaft insgesamt. (Link, 26.02.2026) 

ISO erlässt Standard zur Klimaanpassungsplanung auf lokaler Ebene 

Der neue Standard ISO 14092:2026 schafft einen strukturierten Rahmen für die Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel fest. Dieser unterstützt Organisationen dabei, Klimarisiken systematisch zu bewerten und Prioritäten zu setzen. Darüber hinaus hilft er, Anpassungsmaßnahmen wirksam umzusetzen, insbesondere dort, wo Klimafolgen unmittelbar auftreten. (Link, 02/2026)


Natur, Umwelt und Biodiversität 

Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) empfiehlt weitere Regulierung von Ewigkeitschemikalien

Die Empfehlung umfasst ein weitreichendes, EU-weites Verbot von PFAS‑Ewigkeitschemikalien, da die bestehenden Regelungen aus Sicht von Umwelt‑ und Gesundheitsschutz nicht ausreichen. Ausnahmen sind vorgesehen, wenn noch keine Alternativen verfügbar sind. Damit ergänzt die Empfehlung die Verordnung (EU) 2019/1021, die bislang nur jene persistenten organischen Schadstoffe (POPs) erfasst, die bereits unter dem Stockholmer Übereinkommen gelistet sind und Ewigkeitschemikalien nur in einzelnen PFAS‑Untergruppen abdeckt. (Link, 26.03.2026)

Überarbeitung der Wasserrahmenrichtlinie gestartet 

Die Europäische Kommission hat eine vierwöchige Konsultation zur Überprüfung der Wasserrahmenrichtlinie gestartet. Ziel ist es, die Richtlinie zu vereinfachen und an strategische Rohstoffbedarfe anzupassen, ohne das hohe Schutzniveau für Umwelt und menschliche Gesundheit zu senken und gleichzeitig die Wasserresilienz der EU zu schwächen. (Link, 17.03.2026) 

Waldschäden erhöhen Druck auf Emissionsminderung 

Eine Studie der Technischen Universität München prognostiziert, dass Waldschäden in Europa in allen Klimaszenarien deutlich zunehmen werden, selbst bei einer Begrenzung der Erderwärmung auf rund zwei Grad. Die Forschenden warnen, dass Wälder dadurch ihre Rolle als Kohlenstoffsenke zunehmend verlieren und in Ländern wie Deutschland bereits heute mehr CO2 ausstoßen als aufnehmen. (Link, 05.03.2026) 

Konsument:innen und Geschäftsmodelle 

Greenwashing: Weitere Gerichtsurteile und -verfahren verschärfen Anforderungen 

Nach zahlreichen vorangegangenen Klagen (Link) hat auch das Landgericht Bochum entschieden, dass nachhaltigkeitsbezogene Werbeaussagen eines Onlineshop-Betreibers ohne klare und konkrete Erläuterung irreführend und unzulässig sind. Das Urteil macht deutlich, dass Unternehmen bei Umwelt- und Klimaschutzwerbung hohe Anforderungen an Transparenz, Eindeutigkeit und Nachprüfbarkeit erfüllen müssen. (Link, 20.02.2026)

Sind Ihre Umweltaussagen rechtssicher?

Achtung: Ab 27. September 2026 gelten in Österreich stark verschärfte Regeln zu Umweltaussagen in der Unternehmenskommunikation. Nutzen Sie unseren Risiko-Schnellcheck, um zu identifizieren, in welchem Ausmaß ihre Unternehmenskommunikation von Compliance-Risiken betroffen ist und kontaktieren Sie unsere Risikoexpert:innen für einen unverbindlichen ersten Austausch.

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Lieferketten und Kreislaufwirtschaft 

EU-Kommission veröffentlicht 3. Auflage von Anwendungshilfe zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) 

Diese Veröffentlichung dient als praxisorientierte Übersicht, wie die Pflichten der EUDR je nach Unternehmensrolle, Größe und Position in der Lieferkette anzuwenden sind. Die dritte Version aktualisiert und ergänzt die vorherigen Fassungen aus Januar und Juli 2025, indem sie die vereinfachten Pflichten sowie die klare Abgrenzung zwischen Upstream‑ und Downstream‑Akteur:innen herausstellt. (Link, 25.03.2026) 

EU-Kommission veröffentlicht CBAM-Zertifikatspreise für Q1 2026 

Der Preis des CO2 Grenzausgleichssystems (CBAM) wird von der Europäischen Kommission festgelegt und für 2026 vierteljährlich auf Basis von EU-ETS-Auktionsdaten (EU-Emissionshandelssystem) berechnet. Für das erste Quartal 2026 wurde der erste Zertifikatspreis von EUR 75,36 festgelegt, der für die Emissionen der in diesem Zeitraum importierten CBAM-Waren gilt. Ab Februar 2027 werden alle CBAM-Zertifikate ausschließlich über eine zentrale Plattform erworben. (Link, 07.04.2026) 

Importieren Sie CBAM- oder EUDR-pflichtige Produkte? 

Die Anforderungen an importierte Güter im Rahmen von CBAM und EUDR werden zunehmend zum Kostenfaktor. Prozesse sollten validiert, Produkte sorgfältig bewertet und mögliche Risiken durch Rückstellungen berücksichtigt werden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Betroffenheitsanalyse und der Erfüllung Ihrer Meldepflichten. 

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Gesetzesentwurf zum Recht auf Reparatur in Deutschland 

Bis zum 31. Juli 2026 muss die EU-Richtlinie zum "Recht auf Reparatur", die Verbraucherrechte stärkt, von EU-Mitgliedsstaaten in nationales Recht überführt werden. Während es in Österreich noch keine Hinweise zur nationalen Umsetzung gibt, hat Deutschland nun einen entsprechenden Umsetzungsgesetzentwurf beschlossen. (Link, 25.03.2026) 

EU-Kommission beschließt Ausnahme von Verpackungsverordnung (PPWR) und veröffentlicht Guidance

Die am 25.02.2026 verabschiedete Delegierte Verordnung erlässt eine Ausnahme für Palettenumwicklungen und ‑bänder von der ursprünglich vorgesehenen 100 %-igen Wiederverwendungspflicht der PPWR. Grund dafür ist, dass eine entsprechende Pflicht laut Studie zu unverhältnismäßig hohen Anpassungskosten führen würde. Außerdem hat die Kommission ein Guidance- sowie ein FAQ-Dokument zur PPWR veröffentlicht (Link, 25.02.2026)


Event

Business Tagung 2026 "Nachhaltigkeit im Wandel?" 

Business Tagung

8. Mai 2026 | City Campus, Fachhochschule Wiener Neustadt

Die Tagung ist das jährliche Vernetzungsformat der Fakultät Wirtschaft der FH Wiener Neustadt. Sie schafft einen interdisziplinären Raum für Austausch, Analyse und neue Impulse rund um zukunftsfähiges, nachhaltiges Wirtschaften.

Unser Highlight:

Panelvortrag von Dr. Timo Goßler, Partner und Head of Sustainability Services Grant Thornton Austria "ESG-Daten: Was nutzen sie Unternehmen – und wie managt man sie von Accounting bis Offenlegung?"

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Sustainability Services

Mit unseren integrierten Sustainability Services unterstützen wir Sie dabei, Nachhaltigkeit strategisch zu verankern und regelkonform zu berichten. Unser Angebot umfasst wirkungsvolle Reporting- und Kommunikationslösungen, umfassende Climate Services, moderne Daten und Softwareansätze, starke Management und Governance-Strukturen sowie eine klare Strategieausrichtung auf Geschäftswert und Softwareansätze.

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Gute Geschäfte im Sinne der Nachhaltigkeit wünscht Grant Thornton Austria