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Wer in Österreich ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen möchte, muss sich mit zahlreichen regulatorischen Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Diese können -je nach Region- sehr unterschiedlich ausfallen.
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Für den Report "Doing Business in the European Union 2021: Austria" wurden unter Beteiligung von Grant Thornton regulatorische Hürden für UnternehmerInnen in sieben österreichischen Städten (Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien) analysiert. Im Fokus standen lokale Vorgaben in Bereichen, die für die Entwicklungsphasen von kleinen bis mittelgroßen inländischen Betrieben relevant sind. Konkret wurden die Kategorien Unternehmensgründung, Baugenehmigungen, Energieversorgung, Registrierung von Eigentum sowie Durchsetzung von Verträgen bei Gericht untersucht. Nachfolgend wurden Vorgehensweisen erarbeitet, die UnternehmerInnen in den genannten Bereichen unterstützen sollen.

Hauptergebnisse des Reports:

  • Keine der untersuchten Städte schneidet bei allen fünf Indikatoren gleich gut ab: So ist es beispielsweise in Salzburg am einfachsten, ein Unternehmen zu gründen, während die Stadt beim Indikator für den Liegenschaftstransfer auf dem letzten Platz liegt. Der Erhalt von Baugenehmigungen ist zwar in Bregenz am einfachsten, allerdings ist es dort am kompliziertesten, einen neuen Stromanschluss zu bekommen. Die Durchsetzung von Verträgen gelingt am besten in Wien, dafür hat die Stadt aber die zweitniedrigste Punktzahl bei der Unternehmensgründung. Obwohl Linz in zwei Bereichen führend ist - beim Stromanschluss und beim Liegenschaftstransfer- hinkt es bei den Baugenehmigungen hinterher. Innsbruck liegt in keinem Bereich an der Spitze, hat aber in drei der fünf Kategorien die zweithöchste Punktzahl und ist die einzige Stadt, die in keinem Indikator unter den letzten drei rangiert.
  • Regionale Unterschiede im Doing-Business-Score zeigen sich am deutlichsten bei der Erteilung von Baugenehmigungen, der Durchsetzung von Verträgen und der Energieversorgung.
  • Zeit ist der Faktor, der am stärksten variiert. UnternehmerInnen in Klagenfurt brauchen im Schnitt fast sieben Monate länger als ihre KollegInnen in Bregenz, um die bürokratischen Anforderungen in den untersuchten Kategorien zu erfüllen. Dennoch ist selbst in Klagenfurt die Gesamtzeit um dreieinhalb Monate kürzer als im EU-Durchschnitt.
  • Der Bereich Unternehmensgründung ist der einzige, bei dem alle untersuchten österreichischen Städte unter dem EU-Durchschnitt im Doing-Business-Ranking liegen.

"Der Report zeigt, dass in Österreich in den untersuchten Kategorien bereits bewährte Regularien und Vorgehensweisen für UnternehmerInnen existieren. Die Herausforderung liegt darin, die lokalen Best Practices der Städte und Gemeinden zusammenzuführen, damit künftig UnternehmerInnen österreichweit davon profitieren können", resümiert Christoph Schmidl, Partner bei Grant Thornton Austria.

Zum Report

Die Studienserie „Doing Business in the European Union“ wird von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben und von der World Bank Group erstellt.

Sie haben noch Fragen? Unsere Experten Christoph Schmidl und Andrew Dickson stehen Ihnen gerne zur Verfügung.