EK-Kosten gemäß Aktienindizes
Die Eigenkapitalkosten werden auf Basis des Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt. Dabei werden der risikolose Zinssatz, die Marktrisikoprämie, der Beta-Faktor und die Länderrisikoprämie als zentrale Input-Parameter herangezogen.
Für die Schätzung des risikolosen Zinssatzes (Basiszinssatzes) orientieren wir uns an der aktuellen Empfehlung KFS/BW 1 E 7 des Fachsenats für Betriebswirtschaft der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen. Der Basiszinssatz wird dabei zukunftsorientiert aus der Zinsstruktur deutscher Bundesanleihen abgeleitet. Die vereinfachte Anwendung der Spot Rate mit einer Laufzeit von 30 Jahren stellt diesbezüglich eine zulässige Annäherung dar.
Zur Ableitung der Marktrisikoprämie orientieren wir uns an der Berechnung impliziter Marktrenditen für die Aktienindizes ATX, DAX, STOXX Europe 600 und MSCI World. Diese werden mithilfe eines mehrperiodigen Dividend Discount Models (DDM) unter Verwendung von Daten des Finanzdienstleisters S&P Capital IQ ermittelt. Ausgehend vom jeweils aktuellen Basiszinssatz leiten wir hieraus die entsprechenden Marktrisikoprämien ab.
Die Beta-Faktoren werden einerseits auf Basis wöchentlicher Renditen über einen Zeitraum von zwei Jahren sowie andererseits auf Basis monatlicher Renditen über einen Zeitraum von fünf Jahren berechnet. Die unverschuldeten Beta-Faktoren werden auf Basis des STOXX Europe 600 abgeleitet. Die Entschuldung der Beta-Faktoren erfolgt unter Anwendung der Harris/Pringle-Formel. Der Verschuldungsgrad (Debt-to-Equity-Ratio) wird als Verhältnis der langfristigen Schulden zum Marktwert des Eigenkapitals definiert.
Zusätzlich berücksichtigen wir auch die auf Basis von 5-jährigen Credit Default Swaps (CDS) und mit einem Equity Multiplier multiplizierte Länderrisikoprämie für Österreich.
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