• International Business Report (IBR)

Grant Thornton International Business Report (IBR)

  • Der Optimismus innerhalb der EU liegt bei 48% –  ein Anstieg von 13%.
  • Österreich liegt mit 75% auf Platz 10 im Optimismus-Ranking. 
  • Deutschland liegt durch die Steigerung um 24% bei einem Wert von 72%, Frankreich verbucht ein Plus von 31% und positioniert sich mit 52% neu, während sich die Niederlande mit einem Anstieg von 20% und einem Optimismuswert von 92% abheben.
  • Die Ergebnisse der südlichen Länder haben sich im letzten Quartal leicht verschlechtert, liegen aber immer noch 9% über dem Wert vom Vorjahr. 

Unternehmen in ganz Europa gehen nach aktuellen Erkenntnissen aus Grant Thorntons International Business Report (IBR) positiv gestimmt ins neue Jahr. Der Ausblick für Unternehmen hat sich in den letzten 12 Monaten deutlich verändert, die Grundstimmung ist optimistisch. Dies wird sich zwar grundsätzlich positiv auf den europäischen Arbeitsmarkt auswirken, führt jedoch auch zur Sorge, ob offene Stellen im Jahr 2018 auch mit qualifizierten Bewerbern besetzt werden können.

Weltweit ist der Ausblick für das neue Jahr mit einem Optimismus von plus 58% ermutigend und stellt gleichzeitig das höchste bislang erreichte Ergebnis in der Geschichte des IBR dar. Die USA, China und Japan berichten von einem besonders deutlichen Anstieg.

Ende 2017 blicken 75% der österreichischen Unternehmen ausgesprochen optimistisch ins neue Jahr. In den letzten Jahren stiegt der Optimismus innerhalb der Europäischen Union (EU) stetig um 13% auf insgesamt 48% und in der Eurozone um 21% auf 56%. Deutschen Unternehmen verbuchen einen Anstieg von 24% auf 72% und Frankreich klettert durch eine Zunahme von 21% auf 52%. Die Niederlande stehen mit 92% unverändert an der Spitze des Optimismus-Rankings und übertrumpfen damit ihr Ergebnis aus dem Vorjahr um 20 Prozentpunkte.

Nicht in allen Ländern sind die Aussichten so rosig. So kommt es in Großbritannien aufgrund seiner Distanzierung von der EU bei den Unternehmen zusehends zu Unsicherheiten, die sich auch in der Umfrage niederschlagen. Der britische Optimismuslevel ist im vergangenen Jahr um 17% auf 12% gefallen. Entgegen dem allgemeinen positiven Trend verzeichnet Italien einen Rückgang um 24% und Griechenland eine Abnahme von 6%.

Christoph Zimmel, Partner bei Grant Thornton in Wien, meint dazu: „Die Stimmung unter den europäischen Unternehmen hat sich verbessert. Das Jahr 2017 scheint offensichtlich ein Wendepunkt gewesen zu sein, und das lässt die Unternehmen optimistisch in die Zukunft blicken. Dennoch wird das Jahr 2018 auch Herausforderungen mit sich bringen. Mit Beginn der Austrittsverhandlungen wird sich zeigen, was der Brexit für die europäische, aber insbesondere für die britische Wirtschaft wirklich bedeuten wird. Nicht zuletzt dadurch, dass die Europäische Zentralbank beginnt ihr Stützungsprogramm herunterzufahren, sind zusätzliche Unsicherheiten zu erwarten."

 

Für den International Business Report (IBR) hat Grant Thornton weltweit 2500 CEOs, CFOs und Vorstandsvorsitzende zu ihrer Stimmungslage und ihrer Einschätzungen für das kommende Jahr befragt.