• International Business Report (IBR)

Die globale Umfrage zeigt, dass das Stimmungsbarometer einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Damit ist der Zeitpunkt für Investitionen ideal.

 

  • Weltweit erreicht der Optimismus in Q1 mit 61% den höchsten Wert seit 15 Jahren.
  • Spitzenreiter Österreich ist mit 98% Optimismussieger.
  • Sogar Griechenland erreicht zum ersten Mal seit 2015 einen positiven Wert (6%)

Die weltweit positiven wirtschaftlichen Aussichten haben nach aktuellen Ergebnissen des Grant Thornton International Business Reports (IBR) einen neuen Höhepunkt erreicht. Den stärksten Anstieg verzeichnen Europa und Nordamerika die Stimmung ist aber auch in allen anderen Regionen positiv. Zudem wirken sich die Steuerreformen positiv auf die Erwartungshaltung aus. Da das BIP-Wachstum in den meisten Regionen stark steigt, rät Grant Thornton den Unternehmen jetzt zu handeln und Investitionsmöglichkeiten auszuloten.

Die auffälligsten Zuwächse zeigen sich in Nordamerika (+7%) und der EU (+12%). Hier liegt Österreich mit fast 98% ex aequo mit Finnland an der Spitze. Die positiven Aussichten prägen auch die Werte in Deutschland mit 80% (+ 8%), Frankreich mit 75% (+ 23%) und sogar Großbritannien zeigt sich mit 31% am optimistischsten seit dem Brexit.

Auch ein Blick nach Asien offenbart ein hohes Niveau, obwohl hier einige Regionen einen leichten Rückgang verzeichnen: China (-13%) und Japan (-11%). In Südostasien ist der Optimismus auf 61% angestiegen. Das ist der höchste Wert seit sieben Jahren.

Sieht man sich die Branchenaufteilung an, sticht die Finanzwirtschaft mit 92% hervor, gefolgt von Sozialwirtschaft, Gesundheitswesen und Technologie-Branche mit 80%. Die Erwartungen hinsichtlich der Exporte sind fast in allen Ländern unverändert. In Österreich erwarten die Unternehmen mit 14% gleichbleibende Exporte, in Deutschland sinkt die Erwartung um 1% auf 25%. EU und Eurozone pendeln sich bei 22% und 24% Exportoptimismus ein.  

Zeit für Investitionen

Der IBR zeigt aber auch, dass Investitionen in Forschung und Entwicklung angesichts des Stimmungsbarometers viel höher ausfallen könnten. Auch Investitionen in Immobilien werden heuer bisher zaghaft angegangen. In Österreich bleibt der Wert mit 24% gleich gegenüber dem Vorquartal, Deutschland fällt von 40% auf 36%. Nur die EU steigert sich um 3% auf 42%.

Karl Newertal, Partner bei Grant Thornton, meint dazu: „Die Konjunkturprognosen sind kurz- bis mittelfristig positiv. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Wachstum tendenziell in Zyklen stattfindet, wobei 2018 in diesem Fall einen Höhepunkt darstellt. Die Zinsen bleiben im kurzfristigen Bereich niedrig. Bei langfristigen Finanzierungen zeigt die Zinskurve bereits leicht nach oben. Das Zinsniveau ist aber immer noch günstig. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um in die Zukunft zu investieren.“

Newertal weiter: „Unternehmen, die in qualifizierte Mitarbeiter, in Infrastruktur, Forschung und Entwicklung bzw. in Ideen für die Zukunft investieren, werden die besten Chancen haben widerstandsfähig zu bleiben, selbst wenn sich in Zukunft die wirtschaftlichen Bedingungen ändern werden."

 

 

 

Der Grant Thornton International Business Report (IBR), der 1992 erstmals in neun europäischen Ländern eingeführt wurde, bietet quartalsweise Einblicke in die Ansichten und Erwartungen von mehr als 10.000 Unternehmen in 35 Ländern. Weitere Informationen finden Sie unter: www.grantthornton.global