Brexit

Der Countdown läuft: Großbritannien steht kurz vorm Brexit

In der bis zum Jahresende 2020 dauernden Übergangsphase bleibt aber zunächst alles wie gehabt. Die Vereinbarungen, die die Zeit nach dem Austritt regeln, müssen allerdings rasch getroffen werden.

Beide Kammern des britischen Parlaments haben dem Brexit-Gesetz zugestimmt und Königin Elizabeth II hat das Gesetz gebilligt. Auch das EU-Parlament hat den Weg für den Brexit freigemacht und das Austrittsabkommen angenommen. Damit ist der Austrittsvertrag nun beschlossene Sache, am 31. Jänner um 24:00 Uhr (MEZ) verlässt Großbritannien die EU. Der Brexit wird also mehr als dreieinhalb Jahre, nachdem die Briten in einem Referendum für den Austritt gestimmt hatten, zur Realität.

Wie geht es weiter?

Bis Ende 2020 wird es für Großbritannien noch eine Übergangsphase geben, in der keine grundlegenden Änderungen erfolgen. Großbritannien bleibt bis dahin im EU-Binnenmarkt und in der Europäischen Zollunion. Innerhalb dieses Zeitraums müssen sich die EU und Großbritannien allerdings über ihre künftigen Beziehungen einig werden: Es gibt ein breites Spektrum von bisher ungeklärten Punkten. Dazu gehören beispielsweise der Abschluss eines Handelsabkommens oder die Ausgestaltung der künftigen Partnerschaft im Kampf gegen Verbrechen und Terrorismus.

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Was ändert sich für Briten in der EU und EU-Bürger?

Laut dem derzeit gültigen Vertrag sollten EU-Bürger in Großbritannien und Briten auf dem Festland auch nach der Übergangsphase keine grundlegenden Einschnitte zu befürchten haben. Dies betrifft hauptsächlich das Recht auf Aufenthalt, Erwerbstätigkeit oder Familiennachzug.

Das Vereinigte Königreich ist kein Mitglied des Schengener Abkommens, das die Abschaffung der Grenzkontrollen an den Binnengrenzen regelt. Wer bisher aus einem anderen EU-Land nach Großbritannien einreisen wollte, benötigte einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und musste durch die Grenzkontrolle. Bis zum Ende der Übergangsfrist ändert sich daran nichts.

Unser International Liaison Director Andrew Dickson nimmt den Brexit mit britischem Humor.

Hier geht’s zum Kommentar von Andrew Dickson

 

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