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Cybersicherheit im Schatten der Corona-Krise

Dr. Cornelius Granig Dr. Cornelius Granig
Mit dem Beginn der Corona-Pandemie sind neue Gefahren hinzugekommen, da Cyber-Kriminelle gerade solche Krisen nutzen, um die ohnehin schon verunsicherten Benutzer und Unternehmen verstärkt anzugreifen. Damit Sie während der Corona-Krise nicht selbst das Opfer einer Cyber-Attacke werden, stellen wir Ihnen einige Tricks der Hacker vor.
1. Gefährliche Coronavirus E-Mails

Cyberangriff über E-Mails (Phishing-E-Mails“) sind zumeist dann erfolgreich, wenn eine der folgenden Situationen besteht:

  • Der Empfänger erhält sehr viele Informationen zu einem bestimmten Thema und schaut daher nicht so genau, wer der Absender ist.

  • Der Empfänger sucht nach genauen Informationen zu einem bestimmten Thema und öffnet daher alle möglichen E-Mails, um vielleicht Neues zu entdecken.

Beide Punkte treffen aktuell im Hinblick auf den Informationsbedarf der Bevölkerung betreffend die Corona-Pandemie zu, und jeder Benutzer muss daher sehr genau darauf achten, welche E-Mails er öffnet, um nicht selbst Opfer einer Cyberattacke zu werden!

Mit Bezug auf die Gesundheitskrise werden betrügerische E-Mails versandt, die dem ersten Anschein nach wichtige Informationen über das Corona-Virus enthalten oder sich zum Beispiel als Updates seitens der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) ausgeben.

Hier finden Sie ein Beispiel für ein solches Phishing-E-Mail (veröffentlicht vom Softwareunternehmen FireEye):

Klickt der Benutzer auf die in den E-Mails eingebetteten Links oder startet er mitgesandte Attachments, kann sein Rechner mit einer Schadsoftware befallen werden.

Das österreichische Bundeskriminalamt hat ganz aktuell eine Warnung vor solchen Attacken herausgebracht und verweist darauf, dass sich Betroffene, die nicht erklärliche oder nicht nachvollziehbare E-Mails erhalten, unverzüglich an die Polizei wenden sollen.

2. Gefährliche Webseiten („Coronavirus Maps“)

Die europäische Polizeibehörde EUROPOL warnt vor Kriminellen, die gefährliche Webseiten mit Verbreitungslandkarten der Corona-Pandemie missbrauchen, um Schadsoftware auf Rechnern zu installieren, von denen diese aufgerufen werden. Die Seiten sehen so ähnlich aus wie dieses Beispiel:

Image source: coronavirus.jhu.edu

Auf diese Seiten gelangt man durch das Klicken auf Online-Werbung, über Links und Attachments in E-Mails.

Kriminelle benutzen Schadsoftware wie den Trojaner AZORult, durch die wichtige Daten vor allem von Rechnern mit Windows-Betriebssystemen gestohlen werden können. Allerdings ist damit zu rechnen, dass in Kürze auch Schadsoftware für andere Betriebssysteme wie MacOS verwendet werden wird.

Lassen Sie Vorsicht bei dem Aufruf von unbekannten Webseiten, auf der die Verbreitung der Corona-Pandemie gezeigt wird, walten. Sie könnten zur Infektion Ihres Computers führen!

 

3. Beispiele für gefährliche Webseiten

Nachfolgend finden Sie einige Beispiele für gefährliche Webseiten, die Sie auf keinen Fall besuchen sollten:  

www.coronavirus-map.com

www.coronavirus-realtime.com

www.corona-virus.healthcare

www.survivecoronavirus.org

www.vaccine-coronavirus.com

www.coronavirus.cc